Geschichte des Flüssiggases

Zur Geschichte des Flüssiggases gehört auch der Hinweis auf die vielen Bemühungen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Gas aus Kohle, Öl oder Holz für die Beleuchtungszwecke herzustellen und zu speichern. Auch Goethe war an den Versuchen englischer, französischer und deutscher Gelehrter sehr interessiert, was ihn zu folgenden Versen veranlaßte: „Wüßte nicht, was sie besser erfinden könnten, als dass die Lichter ohne Putzen brennten!“
In London, so wird berichtet, betrug 1820 die Zahl der brennenden Gaslichter 51.000. 1870 gelang es Pintsch, komprimiertes Ölgas für die Beleuchtung von Eisenbahnabteilen mit großem Erfolg einzusetzen. Der erste Probezug fuhr von Berlin nach Breslau. Im Jahre 1904 wurde Flüssiggas erstmalig von Hermann Blau in Augsburg hergestellt. Er erzeugte es durch thermische Spaltung, d.h. durch Erhitzen von Ölen unter Luftabschluss. Dieses Gas ließ sich unter Druck verflüssigen. Es fand im Gewerbe und in der Industrie als Brenn-und Treibstoff Anwendung.
Flüssiggas wird in der Literatur auch abgekürzt mit LPG – Liquefied Petroleum Gases – bezeichnet. Es ist nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas LNG – Liquefied Natrual Gas -. 1910 wurde Flüssiggas aus Abdämpfen von Benzin in Lagerbehältern in USA gewonnen und bereits 1911 zum Brennschneiden eingesetzt. Die erste Flüssiggas-Haushaltsanlage wurde 1912 in den USA betrieben. 1920 begann der organisierte Verkauf von Flüssiggas in den Vereinigten Staaten. Interessant ist, dass bereits 1927 die Motoren des Luftschiffes Graf Zeppelin mit Blaugas statt mit Benzin betrieben wurden. Das Blaugas wurde in gasförmigem Zustand in die Ballonblasen eingebracht. Der Vorteil war gegenüber Benzin, dass es mit dem Dichteverhältnis von nahezu 1 den Auftrieb des Zeppelins beim Verbrauch unverändert ließ.
Die Erfolge, die die Amerikaner mit dem Verkauf von Flüssiggas erzielten, führten dazu, dass sich auch viele europäische Staate, u.a. Frankreich, die Benelux-Länder sowie Deutschland, dafür interessierten. Hinzu kam, dass in Deutschland bei der Kohleverflüssigung – Benzinsynthesen – auch Flüssiggas anfiel. So wurde ab 1933 neben Leuna-Benzin auch Leuna-Propan erzeugt und von 1934 an für Haushalts-und Gewerbezwecke vertrieben. Der Zweite Weltkrieg sezte dieser Entwicklung zunächst ein Ende, da das anfallende Flüssiggas dringend als Motortreibstoff benötigt wurde, um Benzin einzusparen. Für Brennzwecke, d.h. zur Erzeugung von Nutzwärme der verschiedensten Art, blieb deshalb, da nicht  kriegswichtig, kaum noch etwas übrig. Nach dem Krieg bis zur Währungsreform kam infolge des Mangels an Flüssiggas und den für die Erzeugung und Verteilung des Gases erforderlichen Einrichtungen und Transportbehältern die Flüssiggasanwendungen völlig zum Erliegen. Während in den anderen europäischen Ländern, besonders in Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten, wieder eine lebhafte Entwicklung des Flüssiggasverbrauches einsetzte, begann mit etwas Verzögerung auch in Deutschland der Flüssiggasabsatz Anfang der 50er Jahre schnell anzusteigen. Diese Entwicklung hat bis heute angehalten und dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen. Das Gasrohrnetz (Nieder-, Mittel-, Hochdrcknetz) der öffentlichen Gaswirtschaft in der Bundrepublik Deutschland hat Ende 1989 eine Länge von etwa 174.000 km erreicht und gegenüber dem Vorjahr um 3,9% zugenommen und damit die Voraussetzungen geschaffen, immer mehr Haushalte und Betriebe an das Erdgasnetzt anzuschließen. Jedoch werden nicht nur aus wirtschaftlichen Gegebenheiten große Gebiete und Verbrauchergruppen von der Erdgasversorgung ausgeschlossen bleiben müssen. Dazu zählen insbesondere von den Erdgasleistungen abgelegene kleinere Städte, Dörfer, Siedlungen, Gehöfte, Gewerbe-und Industriegebiete, aber auch die aufgelockerten Randsiedlungen von Städten und Gemeinden, wo eine Verlegung von Leitungen für die Gasversorgung und die Errichtung von Anlagen für die Druckreduzierung völlig unwirtschaftlich wären. In diesen Fällen und besonders überall da, wo Wärme ortsunabhängig gebraucht wird (ambulantes Gewerbe, Straßenbaumaschinen, Camping u.a.), bieten sich genügend Gelegenheiten für die Anwendung von Flüssiggas. Es hat neben einheimischer und ausländischer Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Kernenergie, Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie und dergleichen das Energieangebot diversifiziert und die Sicherheit in der Energieversorgung erhöht und auf eine breitere Basis gestellt.
In der Bundesrepublik Deutschland werden nach der 111.BGW(Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V.)Gasstatistik – Strukturdaten 1989 – von rd. 26,8 Mio. Haushalten etwa 9,8 Mio. mit Gas versorgt. Der durchschnittliche Jahresverbrauch je gasversorgten Haushalt beträgt etwas über 18000 kWh. Von den über 3 Mio. Flüssiggas-Verbrauchern in der BRD nutzt die überwiegende Mehrheit Flüssiggas als mobile Energie.
Quelle: Herig H.-U.,“Der Flüssiggasratgeber“
Geschichte des Flüssiggases
Zur Geschichte des Flüssiggases gehört auch der Hinweis auf die vielen Bemühungen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Gas aus Kohle, Öl oder Holz für die Beleuchtungszwecke herzustellen und zu speichern. Auch Goethe war an den Versuchen englischer, französischer und deutscher Gelehrter sehr interessiert, was ihn zu folgenden Versen veranlaßte: „Wüßte nicht, was sie besser erfinden könnten, als dass die Lichter ohne Putzen brennten!“
In London, so wird berichtet, betrug 1820 die Zahl der brennenden Gaslichter 51.000. 1870 gelang es Pintsch, komprimiertes Ölgas für die Beleuchtung von Eisenbahnabteilen mit großem Erfolg einzusetzen. Der erste Probezug fuhr von Berlin nach Breslau. Im Jahre 1904 wurde Flüssiggas erstmalig von Hermann Blau in Augsburg hergestellt. Er erzeugte es durch thermische Spaltung, d.h. durch Erhitzen von Ölen unter Luftabschluss. Dieses Gas ließ sich unter Druck verflüssigen. Es fand im Gewerbe und in der Industrie als Brenn-und Treibstoff Anwendung.
Flüssiggas wird in der Literatur auch abgekürzt mit LPG – Liquefied Petroleum Gases – bezeichnet. Es ist nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas LNG – Liquefied Natrual Gas -. 1910 wurde Flüssiggas aus Abdämpfen von Benzin in Lagerbehältern in USA gewonnen und bereits 1911 zum Brennschneiden eingesetzt. Die erste Flüssiggas-Haushaltsanlage wurde 1912 in den USA betrieben. 1920 begann der organisierte Verkauf von Flüssiggas in den Vereinigten Staaten. Interessant ist, dass bereits 1927 die Motoren des Luftschiffes Graf Zeppelin mit Blaugas statt mit Benzin betrieben wurden. Das Blaugas wurde in gasförmigem Zustand in die Ballonblasen eingebracht. Der Vorteil war gegenüber Benzin, dass es mit dem Dichteverhältnis von nahezu 1 den Auftrieb des Zeppelins beim Verbrauch unverändert ließ.
Die Erfolge, die die Amerikaner mit dem Verkauf von Flüssiggas erzielten, führten dazu, dass sich auch viele europäische Staate, u.a. Frankreich, die Benelux-Länder sowie Deutschland, dafür interessierten. Hinzu kam, dass in Deutschland bei der Kohleverflüssigung – Benzinsynthesen – auch Flüssiggas anfiel. So wurde ab 1933 neben Leuna-Benzin auch Leuna-Propan erzeugt und von 1934 an für Haushalts-und Gewerbezwecke vertrieben. Der Zweite Weltkrieg sezte dieser Entwicklung zunächst ein Ende, da das anfallende Flüssiggas dringend als Motortreibstoff benötigt wurde, um Benzin einzusparen. Für Brennzwecke, d.h. zur Erzeugung von Nutzwärme der verschiedensten Art, blieb deshalb, da nicht  kriegswichtig, kaum noch etwas übrig. Nach dem Krieg bis zur Währungsreform kam infolge des Mangels an Flüssiggas und den für die Erzeugung und Verteilung des Gases erforderlichen Einrichtungen und Transportbehältern die Flüssiggasanwendungen völlig zum Erliegen. Während in den anderen europäischen Ländern, besonders in Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten, wieder eine lebhafte Entwicklung des Flüssiggasverbrauches einsetzte, begann mit etwas Verzögerung auch in Deutschland der Flüssiggasabsatz Anfang der 50er Jahre schnell anzusteigen. Diese Entwicklung hat bis heute angehalten und dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen. Das Gasrohrnetz (Nieder-, Mittel-, Hochdrcknetz) der öffentlichen Gaswirtschaft in der Bundrepublik Deutschland hat Ende 1989 eine Länge von etwa 174.000 km erreicht und gegenüber dem Vorjahr um 3,9% zugenommen und damit die Voraussetzungen geschaffen, immer mehr Haushalte und Betriebe an das Erdgasnetzt anzuschließen. Jedoch werden nicht nur aus wirtschaftlichen Gegebenheiten große Gebiete und Verbrauchergruppen von der Erdgasversorgung ausgeschlossen bleiben müssen. Dazu zählen insbesondere von den Erdgasleistungen abgelegene kleinere Städte, Dörfer, Siedlungen, Gehöfte, Gewerbe-und Industriegebiete, aber auch die aufgelockerten Randsiedlungen von Städten und Gemeinden, wo eine Verlegung von Leitungen für die Gasversorgung und die Errichtung von Anlagen für die Druckreduzierung völlig unwirtschaftlich wären. In diesen Fällen und besonders überall da, wo Wärme ortsunabhängig gebraucht wird (ambulantes Gewerbe, Straßenbaumaschinen, Camping u.a.), bieten sich genügend Gelegenheiten für die Anwendung von Flüssiggas. Es hat neben einheimischer und ausländischer Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Kernenergie, Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie und dergleichen das Energieangebot diversifiziert und die Sicherheit in der Energieversorgung erhöht und auf eine breitere Basis gestellt.
In der Bundesrepublik Deutschland werden nach der 111.BGW(Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V.)Gasstatistik – Strukturdaten 1989 – von rd. 26,8 Mio. Haushalten etwa 9,8 Mio. mit Gas versorgt. Der durchschnittliche Jahresverbrauch je gasversorgten Haushalt beträgt etwas über 18000 kWh. Von den über 3 Mio. Flüssiggas-Verbrauchern in der BRD nutzt die überwiegende Mehrheit Flüssiggas als mobile Energie.
Quelle: Herig H.-U.,“Der Flüssiggasratgeber“